Stahnsdorfer Südwestkirchhof soll saniert werden

 Friedhofskapelle im Stil einer Stabholzkirche

© epd-bild/Rolf Zöllner

Die Friedhofskapelle des Stahnsdorfer Südwestkirchhofs ist im Stil einer Stabholzkirche erbaut.

Größter evangelischer Friedhof
Stahnsdorfer Südwestkirchhof soll saniert werden
Auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof bei Berlin, dem größten evangelischen Friedhof in Deutschland, stehen weitere Arbeiten zum Erhalt des Denkmals von nationaler Bedeutung an.

Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) habe dafür jetzt Mittel freigegeben, teilte Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeldt am Montag in Stahnsdorf mit. Damit sollen unter anderem ein Mausoleum im ägyptisierenden Stil vor dem Verfall bewahrt und drei Dächer von Mausoleen denkmalgerecht neu eingedeckt werden. Die Kupferdächer waren vor einiger Zeit gestohlen worden.

Auch das im Bauhausstil der 1920er Jahre gestaltete und im Original erhaltene Verwaltungsgebäude solle gesichert werden, hieß es. Die Bundesregierung hat den mehr als 200 Hektar großen, als Landschaftsdenkmal gestalteten Friedhof 2016 als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt. Seitdem werden den Angaben zufolge regelmäßig Bundesmittel für den 1909 als Begräbnisstätte mehrerer Berliner Kirchengemeinden eröffneten Friedhof bereitgestellt.

Damit konnten den Angaben zufolge bereits das architektonisch herausragende Kapellenensemble im Stil skandinavischer Stabkirchen, die Torhäuser am Haupteingang sowie Wirtschaftsgebäude gesichert und restauriert werden. Für die aktuellen Vorhaben würden 64.000 Euro Fördermittel vom Bund zur Verfügung gestellt, hieß es.

Auf dem Friedhof sind auch zahlreiche Prominente bestattet, darunter die Künstler Lovis Corinth und Heinrich Zille, der Komponist Engelbert Humperdinck, der Schauspieler Manfred Krug und der Entertainer Dieter Thomas Heck.

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