Gedenken an ermordete Sinti und Roma

Gedenken an ermordete Sinti und Roma

Mit einer Gedenkfeier wird am Montag im Berliner Regierungsviertel an die Ermordung der letzten Sinti und Roma im NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 1944 erinnert. Ehrengast am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas neben dem Reichstagsgebäude ist die 97-jährige Überlebende Zilli Schmidt, wie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Freitag in Berlin ankündigte. Für ihr Engagement als Zeitzeugin erhielt Schmidt im April von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.

Am 2. August jährt sich die "Liquidation des Zigeunerfamilienlagers" in Auschwitz-Birkenau zum 77. Mal. SS-Angehörige ermordeten in der Nacht auf den 3. August 1944 die fast 4.000 verbliebenen Sinti und Roma in Gaskammern - die meisten von ihnen waren als arbeitsunfähig eingestufte Frauen, Kinder und ältere Menschen. Vor sechs Jahren wurde der 2. August vom Europäischen Parlament als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma anerkannt.