EU schließt Rahmenvertrag für Corona-Medikament

EU schließt Rahmenvertrag für Corona-Medikament

Die EU-Kommission hat mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline einen Rahmenvertrag über die Lieferung des Corona-Medikaments Sotrovimab abgeschlossen. Die Behörde sicherte so für 16 Mitgliedstaaten bis zu 220.000 Chargen, wie sie am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Ob Deutschland darunter ist, wurde auch auf Anfrage nicht mitgeteilt. Sotrovimab wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft.

Das Medikament ist für Covid-19-infizierte Patienten gedacht, die noch milde Symptome zeigen und keine Sauerstoffzufuhr brauchen, aber ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Studien legen laut EU-Kommission nahe, dass eine frühe Behandlung mit Sotrovimab die Zahl der Kranken verringern kann, die ins Krankenhaus oder gar auf die Intensivstation müssen.

Neben Impfstoffen spielten sichere und wirksame Therapeutika eine Schlüsselrolle bei der Rückkehr zur Normalität, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides zur Vertragsunterzeichnung. Beschafft werden kann das Mittel laut Kommission, sobald entweder die EMA es europaweit zugelassen oder ein Mitgliedstaat für sein Gebiet eine Notfallzulassung erteilt habe.