"Grüne Berufe" bei jungen Leuten stärker gefragt

"Grüne Berufe" bei jungen Leuten stärker gefragt

Lehrstellen mit einem Bezug zu Umwelt, Natur und Klimaschutz stehen bei Schulabgängern hoch im Kurs. Die meisten Nachfragen in diesem Bereich gab es im vergangenen Jahr mit 4.780 beim Garten- und Landschaftsbau und im Bereich Agrarservice mit rund 4.350, wie aus einer Studie des Kölner Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (IW) hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Ausbildungsplätze zum Gärtner für Staudengärtnerei, Zierpflanzenbau und Baumschule wurden von 1.050 Schulabgängern nachgefragt. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) über die Studie berichtet.

Insgesamt sei die Nachfrage nach einer Ausbildung in den "grünen Berufen" im Jahr 2020 um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sagte der Leiter des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung den Funke-Zeitungen. Damit hätten sich die "grünen Berufe" entgegen dem Trend deutlich positiver entwickelt als der Ausbildungsmarkt insgesamt. Untersucht wurde die Nachfrage in landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen, wie sie durch das Bundeslandwirtschaftsministerium definiert werden.

Den höchsten Zuwachs gab es im Vergleich zum Vorjahr im Ausbildungsberuf zum Revierjäger mit knapp 44 Prozent: Den 42 Plätzen standen 46 Anfragen gegenüber. Bei Ausbildungsstellen zum Landschaftsgärtner und zum allgemeinen Gärtnerberuf stiegen die Nachfragen um 15 Prozent. Der Wunsch nach einer Ausbildung zum Pferdewirt stieg um rund 14 Prozent, der zum Forstwirt um fast 13 Prozent. Fast zehn Prozent mehr Anfragen gab es zur Ausbildung zum Winzer.