Grüne fordert mehr Unterstützung für ehrenamtliche Helfer

Grüne fordert mehr Unterstützung für ehrenamtliche Helfer

Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat eine bessere Unterstützung für ehrenamtliche Helfer in den Katastrophendiensten gefordert. "Der Staat muss dafür Sorge tragen, dass niemand durch sein Engagement Nachteile erfährt, Belastungen ausgeglichen werden und die Freistellung der Helfenden durch den Arbeitgeber unkompliziert möglich ist", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Für eine materielle und strukturelle Stärkung "braucht es akut einen unbürokratischen Sonderfonds für die Rettungs- und Katastrophendienste, wenn Ausrüstung im Einsatz verschleißt oder Material fehlt." Außerdem müsse für die Helfer ein einfacher Zugang zu Traumahilfe und Seelsorge gewährleistet werden. "Klar ist auch, dass nach dieser Krise massiv in die Nachwuchsförderung investiert werden muss, eine Bestandsaufnahme zur Ausstattung nötig ist und strukturelle Verbesserungen des Ehrenamtes endlich angepackt werden müssen", sagte die Grünen-Politikerin.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) rief Arbeitgeber dazu auf, Hilfskräfte mit Freistellungen zu unterstützen. "Meiner Erfahrung nach haben wir mit privaten Arbeitgebern weniger Probleme; leider gibt es ab und an Hürden bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst", sagte DFV-Präsident Karl-Heinz Banse den Funke-Zeitungen. Generell sei es in den Brandschutzgesetzen der Bundesländer klar geregelt, dass Feuerwehrangehörige für den Einsatzfall vom Arbeitgeber freizustellen sind, betonte Banse. "Dazu zählen auch Katastropheneinsätze beziehungsweise überörtliche Hilfe, die teils mehrere Tage dauern."