Rheinischer Präses ruft zu Gebeten und Spenden auf

Der Präses der rheinischen Landeskirche, Thorsten Latzel, zeigte sich tief bestürzt über das Leid, das die Wassermassen angerichtet haben.

©epd-bild/Hans-Jürgen Bauer

Der Präses der rheinischen Landeskirche ,Thorsten Latzel, zeigte sich tief bestürzt über das Leid, das die Wassermassen angerichtet haben.

Hochwasser-Katastrophe
Rheinischer Präses ruft zu Gebeten und Spenden auf
Tief erschüttert ist der rheinische Präses Thorsten Latzel über die Bilder aus den überschwemmten Orten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Er ruft zu Spenden und Hilfe auf.

Der rheinische Präses Thorsten Latzel hat zu Gebeten und Spenden für die Opfer der Unwetterkatastrophe aufgerufen. "Ich rufe alle Christinnen und Christen auf: Beten Sie für die Menschen, die im Augenblick so schrecklich leiden müssen", sagte Latzel in einer Videobotschaft. Der leitende Theologe appellierte auch an die Menschen, als Nachbarinnen und Nachbarn einander beizustehen. Zudem sei ein Spendenkonto eingerichtet worden, um den Betroffenen zu helfen.

Er sei "tief erschüttert von den schrecklichen Bildern und Nachrichten", die aus den verschiedenen Gemeinden gekommen seien, erklärte der leitende Theologe. Menschen seien ums Leben gekommen oder würden vermisst. "Helfer starben dabei, wie sie anderen Menschen das Leben retten wollten, Häuser wurden überschwemmt, Menschen haben ihr Hab und Gut verloren", sagte Latzel.

In einem Fürbittengebet erinnert die Evangelische Kirche im Rheinland an die Betroffenen, die jetzt Hilfe brauchen. Sie gedenkt derjenigen, die um Angehörige trauern, und richtet den Blick auf all die Männer und Frauen, die derzeit an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen.

Es seien furchtbare Bilder und Berichte, "die wir aus vielen Teilen unserer Landeskirche erhalten", schreibt Präses Thorsten Latzel in seinem Blog. Zum Beispiel aus dem bergischen Leverkusen: "Uns hat es ordentlich erwischt", sagt Anika Distelrath-Lübeck, Baukirchmeisterin der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen.

So stehe die Kirche am Bielert bis zu den Altarstufen mit Wasser und Schlamm voll. "Ich war selbst vor Ort und stand bis über den Bauchnabel im Wasser", schildert sie die Situation. Betroffen sei auch das Gemeindehaus nebenan, wo der Keller unter Wasser steht. "Unser Kindergarten ist ebenfalls vollgelaufen, genauso wie das Verwaltungsgebäude." Die Internetseite der Landeskirche berichtet aus Leverkusen wie aus weiteren von den Fluten betroffenen Orten auf dem Gebiet der rheinischen Kirche – die Berichterstattung wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.

Wer spenden möchte, kann das auf das Konto der Diakonie RWL bei der KD Bank tun, IBAN-Nr. DE79 3506 0190 1014 1550 20, Stichwort: Hochwasser-Hilfe. Auch Online-Spenden sind möglich.