UN-Generalsekretär Guterres für zweite Amtszeit vereidigt

UN-Generalsekretär Guterres für zweite Amtszeit vereidigt
António Guterres bleibt bis Ende 2026 Generalsekretär der Vereinten Nationen. Bundeskanzlerin Merkel gratulierte dem Portugiesen und wünschte ihm viel Erfolg.

Die UN-Vollversammlung hat Generalsekretär António Guterres per Akklamation für eine zweite Amtszeit ernannt. Die kommende Amtsperiode des Generalsekretärs beginne im Januar 2022 und dauere fünf Jahre, teilten die UN am Freitag in New York mit. Guterres legte nach der Entscheidung den Amtseid ab.

Der 72-Jährige betonte, er fühle sich tief geehrt und sei sich der großen Verantwortung als UN-Generalsekretär bewusst. "Den Vereinten Nationen zu dienen ist ein immenses Privileg", sagte er.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Guterres zu seiner zweiten Amtszeit und wünschte ihm viel Erfolg. Dieser habe sich, neben seinem Engagement für friedliche Konfliktlösungen, insbesondere für den Klimaschutz und innovative Lösungen für globale Probleme eingesetzt.

Gerade die Corona-Pandemie zeige, dass die Fähigkeit der Vereinten Nationen, schnell auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren, essenziell sei. Deutschland werde auch künftig ein verlässlicher Partner der Vereinten Nationen sein, unterstrich die Kanzlerin.

Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat die Ernennung des früheren portugiesischen Ministerpräsidenten empfohlen. Guterres hatte keinen offiziellen Gegenkandidaten. Einige andere Bewerberinnen und Bewerber hatten sich selbst ins Spiel für die Position gebracht, sie verfügten aber nicht über die notwendige formale Unterstützung ihrer Länder.

Guterres trat sein Amt als UN-Generalsekretär 2017 an. Die ersten vier Jahre waren von den Angriffen des früheren US-Präsidenten Donald Trump auf die UN und den Multilateralismus geprägt. Zuvor war Guterres UN-Hochkommissar für Flüchtlinge und auch Präsident der Sozialistischen Internationale.