EKD-Präses Heinrich hat Lust auf Verantwortung

EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich will Veränderungen für die Kirche

© epd-bild/Thomas Lohnes

Die Mischung aus "go for it" und Absicherung habe dazu beigetragen, Lust auf neue Aufgaben und Verantwortung zu empfinden, sagte die frisch gewählte EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich.

EKD-Präses Heinrich hat Lust auf Verantwortung
Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, hat in der Kinder- und Jugendarbeit gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Es sei wichtig, dass junge Menschen ihre Interessen offensiv vertreten.

"In der Kinder- und Jugendarbeit wurde uns von Pädagoginnen und Pädagogen wahnsinnig viel zugetraut", sagte die 25-jährige bayerische Philosophie-Studentin Anna-Nicole Heinrich dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (12.Juni). "Ich habe nie den Satz gehört: 'Oh, da müssen wir jetzt aber vorsichtig sein, das ist zu viel'. Es hieß immer: 'Probier es, und wenn es nicht klappt, sind wir ja noch da'."

Die Mischung aus "go for it" und Absicherung habe dazu beigetragen, Lust auf neue Aufgaben und Verantwortung zu empfinden, blickte Heinrich zurück. Mit Blick auf die Klimaschutz-Bewegung "Fridays for Future" sagte sie, es sei "superwichtig, dass junge Leute für ihre Interessen einstehen und sie auch auf der Straße oder digital oder auf welchen Wegen auch immer durchsetzen wollen". Da schlage ihr Jugendverbandsherz heftig.

Die gebürtige Oberpfälzerin war im Mai an die Spitze des Parlamentes der EKD gewählt worden. Sie ist die jüngste Präses in der Geschichte und hat damit auch einen festen Platz im Rat der EKD. Als Mitglied der bayerischen Landessynode, als stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend und als Jugenddelegierte in der vorhergehenden Synode sammelte sie bereits Erfahrung mit evangelischen Gremien.

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