Händel-Festspiele sammeln Erinnerungen an eigene Geschichte

Händel-Festspiele sammeln Erinnerungen an eigene Geschichte

Wenn die Händel-Festspiele im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern, sollen auch viele persönliche Erinnerungen dabei sein. Die Stiftung Händel-Haus in Halle (Saale) ruft daher alle Gäste des Festivals dazu auf, sich an einer entsprechenden Aktion zu beteiligen. Gesucht werden unter anderem persönliche Erinnerungen an den eigenen ersten Festspiel-Besuch, bei dem Musikfest geschlossene Freundschaften, besondere Aufführungen oder Enttäuschungen, wie die Stiftung am Montag mitteilte.

Am einfachsten sei es, die persönlichen Erinnerungsgeschichten aufzuschreiben und unter dem Stichwort "2022" per Post oder E-Mail einzusenden, hieß es. Auch beigelegte Fotos seien willkommen, ebenso wie per Ton oder Video aufgenommene Geschichten. Interessierte können außerdem persönliche Termine mit Mitarbeitern der Stiftung oder der an dem Projekt beteiligten Hochschule Merseburg in Händels Geburtshaus vereinbaren. Ein Teil der Beiträge soll im Rahmen der Jahresausstellung 2022 gezeigt werden.

Die Händel-Festspiele wurden den Angaben nach 1922 erstmals ausgerichtet. Seit 1952 finden die damit ältesten Musikfestspiele Sachsen-Anhalts alljährlich statt. In diesem Jahr waren sie wegen der Corona-Pandemie bis auf einige digitale Konzerte bereits zum zweiten Mal nach 2020 abgesagt worden. Der Namensgeber, Barockkomponist Georg Friedrich Händel, wurde 1685 in Halle geboren und starb 1759 in London.