Interkulturelle Woche 2021 soll Grundgesetz-Werte stärken

Interkulturelle Woche 2021 soll Grundgesetz-Werte stärken

Die Kirchen werben mit Blick auf die Ende September beginnende Interkulturelle Woche für ein friedliches und vielfältiges Miteinander in der Gesellschaft. Es dürfe zwischen Christen politischen Streit geben, erklärten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sowie der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, am Montag in einem Gemeinsamen Wort: "Nicht verhandelbar sind jedoch die grundlegenden Werte unseres Grundgesetzes."

Deutschland sei ein Einwanderungsland, so die drei hohen Kirchenrepräsentanten weiter: "Migrantinnen und Migranten haben dieses Land mit aufgebaut und geprägt." Es sei auch ihrem Beitrag zu verdanken, "dass wir alle zusammen in einem solidarischen, wohlhabenden, weltoffenen und ideenreichen Land leben." Die Gesellschaft werde sich auch in Zukunft weiter verändern.

Der Limburger Bischof Bätzing, der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos betonten: "Der Platz von Christinnen und Christen ist an der Seite all jener Menschen, die Opfer von Hass und Gewalt werden. Die Kirchen in Deutschland treten deshalb jeder Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit mit Entschiedenheit entgegen. Wir setzen auf Solidarität und Nächstenliebe!".

Die Kirchen laden zur Teilnahme an der 46. Interkulturellen Woche ein. Sie ist vom 26. September bis 3. Oktober geplant und steht unter dem Thema "#offengeht". Der bundesweite Auftakt findet am 26. September in Rostock statt. Anlässlich der Woche sind bundesweit eine Vielzahl dezentraler Einzelveranstaltungen geplant. In den vergangenen Jahren waren das den Angaben zufolge immer über 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten.

Die Interkulturelle Woche findet seit 1975 im September statt. Sie geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie zurück. Sie wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen.

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