Kirchenpräsident Jung: Kirchen in vielen Fragen "eng beieinander"

Kirchenpräsident Jung: Kirchen in vielen Fragen "eng beieinander"
Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat sich zufrieden zum Stand der Ökumene in Deutschland geäußert. "Evangelische und katholische Kirche sind in vielen Fragen eng beieinander", sagte der evangelische Theologe am Samstag auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt am Main.

Sie könnten noch weiterkommen, wenn sie die Perspektive wechselten und auf das Verbindende, Jesus Christus, schauten. Er beschreibe das Verhältnis lieber als "Einheit und Vielfalt" denn als "versöhnte Verschiedenheit".

Die konfessionellen Mahlfeiern auf dem ÖKT am Samstagabend, an denen alle Gläubigen nach Prüfung ihres Gewissens wechselseitig teilnehmen könnten, seien ein "wichtiger Schritt". Differenzen gebe es weiter beim Abendmahls- sowie beim Kirchen- und Amtsverständnis. Sich in diesen Fragen anzunähern, sei eine "große Aufgabe".

Traditionelles und Neues verbinden

Der Kirchenpräsident plädierte auch für eine größere Vielfalt der Gottesdienste. Dazu sollten sich Traditionelles und Neues verbinden. Jung regte etwa an, größere regionale Gottesdienste zu feiern. "Statt mit zehn bis 20 Besuchern in einer kleinen Kirche könnte man einen ökumenischen Gottesdienst aus Anlass eines Sportfestes organisieren - gerne auch im Bierzelt." Solche Gelegenheiten müsse die Kirche nutzen.

Der 3. Ökumenische Kirchentag dauert noch bis Sonntag und findet wegen der Corona-Pandemie überwiegend digital statt. Er wird gemeinsam veranstaltet vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

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