Deutscher Ordensgründer der Salvatorianer seliggesprochen

Deutscher Ordensgründer der Salvatorianer seliggesprochen

Der deutsche Ordensgründer Pater Franziskus Jordan (1848-1918) ist am Samstag in Rom seliggesprochen worden. Der für die Diözese Rom zuständige Kardinalvikar des Papstes, Angelo De Donatis, hat den Gründer des männlichen und weiblichen Zweigs der Salvatorianer in der Bischofskirche der Päpste im Lateran zur Ehre der Altäre erhoben. Der neue Selige habe in seiner Gemeinschaft nach dem Vorbild der Apostel Ordensmänner und -frauen mit Laien vereinen wollen, betonte der Kardinalvikar in seiner Predigt. Jordan habe aus der für ihn zentralen steten Bibellektüre die Erkenntnis gewonnen, dass die Gläubigen nicht durch gute Werke, sondern allein durch die Gnade Gottes zum Heil gelangen könnten. Heute vereinten die Salvatorianer Männer und Frauen in über 50 Ländern.

Der in Waldshut-Tiengen an der Schweizer Grenze geborene Johann Baptist Jordan wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und holte nach mehreren Jahren als Gelegenheitsarbeiter im Alter von 22 Jahren das Abitur nach. Nach der Priesterweihe gründete er 1881 in Rom die Gemeinschaft der Salvatorianer als Gemeinschaft für Gläubige aus unterschiedlichen sozialen Schichten mit dem Ziel, theologische Wahrheiten allgemeinverständlich zu vermitteln.

Sieben Jahre später rief der auch unter seinem Ordensnamen Franziskus Maria vom Kreuze bekannte Priester gemeinsam mit Therese Wüllenweber den weiblichen Ordenszweig ins Leben.

Beide Orden sind heute vor allem im Bildungsbereich tätig. In Entwicklungsländern bieten sie nach Angaben des deutschen Ordenszweigs Kindern und Jugendlichen, deren Familien nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Religion diskriminiert werden, Schulunterricht an. Überdies engagieren sie sich für Gesundheit, Frauenförderung und landwirtschaftliche Entwicklung.

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