Dreyer fordert bessere Einbindung behinderter Menschen

Dreyer fordert bessere Einbindung behinderter Menschen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat eine bessere gesellschaftliche Einbindung von Menschen mit Behinderung angemahnt. "Kein Handicap muss und kein Handicap darf mehr dazu führen, ausgeschlossen zu sein in unserer Gesellschaft" , sagte Dreyer am Samstag in einer auf Video aufgezeichneten Bibelarbeit für den 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main.

Menschen mit Behinderung hätten einen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe und selbstbestimmte Lebensführung, betonte die Regierungschefin und fügte hinzu: "Mein Ziel als Politikerin ist eine Gesellschaft ohne Barrieren - ohne Barrieren in den Köpfen, ohne Barrieren in der Verständigung und natürlich ohne Barrieren in der alltäglichen Bewegung."

Auf diesem Weg gebe es Fortschritte, "aber da haben wir auch noch ganz schön was vor uns", sagte Dreyer in einer Auslegung der biblischen Geschichte von der Heilung des Blindgeborenen (Johannes, 9, 1-12a). Dazu müsse auf allen Ebenen die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umsetzt werden.

Neben den Behinderten selbst müsse insbesondere Eltern geholfen werden, die sich für ein behindertes Kind entscheiden. Dies sei "ein sensibler Punkt", bei dem die Gesellschaft zu Unterstützung aufgefordert sei, "gerade weil die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Medizin immer größer werden", erklärte die SPD-Politikerin mit Blick auf Abtreibungen behinderter Föten.

Der 3. Ökumenische Kirchentag vom 13. bis 16. Mai steht unter dem Leitwort "schaut hin". Aufgrund der Pandemie findet das Laienfest von Protestanten und Katholiken digital und dezentral statt.

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