Ramelow: Brennende Fahnen sind Vorboten brennender Synagogen

Ramelow: Brennende Fahnen sind Vorboten brennender Synagogen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat das versuchte Verbrennen einer israelischen Flagge in Nordhausen scharf verurteilt. "Judenhass auf deutschen Straßen und vor Synagogen ist keine Israelkritik, sondern blanker Antisemitismus. Das ist durch nichts zu rechtfertigen", sagte Ramelow am Freitag in Erfurt. Laut Polizei war eine am Nordhäuser Rathaus gehisste israelische Fahne am Donnerstagabend kurz vor Mitternacht mit brennendem Material beworfen worden.

Die Wurfgeschosse seien gegen die Fassade geprallt und auf einem Sims über dem Eingang liegengeblieben. Die israelische Flagge blieb wie die Deutschlandflagge daneben den Angaben zufolge unbeschädigt. Angesichts des eskalierenden Nahost-Konflikts war es in den vergangenen Tagen bundesweit an mehreren Orten zu antisemitischen Demonstrationen und zu Gewalt gegen jüdische Einrichtungen gekommen.

"Es ist unsere Verpflichtung, jüdisches Leben in Thüringen zu schützen", erklärte Ramelow. Brennende israelische Fahnen seien die Vorboten von brennenden Synagogen. Antisemitismus werde in Thüringen nicht geduldet. "Hass ist nie eine Lösung. Die Menschen in Israel und Nahost brauchen Frieden, sie brauchen eine Lösung für den aktuellen Konflikt und nicht weiteren Hass und Gewalt in Deutschland", sagte der Linken-Politiker.

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