Neue EKD-Präses: Mit Missbrauchs-Betroffenen rasch neue Wege finden

Anna-Nicole Heinrich will Betroffene rasch in die Missbrauchs Aufarbeitung einbeziehen

© epd-bild/Tino Lex

Die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich, will gemeinsam mit Betroffenen schnell neue Wege der Beteiligung finden.

Neue EKD-Präses: Mit Missbrauchs-Betroffenen rasch neue Wege finden
Nach dem vorläufigen Aus des Betroffenenbeirats zur Begleitung der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche will die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich, gemeinsam mit Betroffenen schnell neue Wege der Beteiligung finden.

"Wir wollen mit den Betroffenen weiter ins Gespräch kommen. Dafür müssen wir jetzt eine gute Form finden, die allen Beteiligten gerecht wird", sagte Heinrich in einem Interview dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte am 10. Mai das einstweilige Aus des Betroffenenbeirats bekanntgegeben. Die Konzeption sei gescheitert, hieß es. Grund sind demnach Rücktritte von Mitgliedern des Gremiums, interne Konflikte und Dissens zwischen dem Betroffenenbeirat und dem Gegenüber auf EKD-Seite, dem Beauftragtenrat, über das weitere Vorgehen. Sprecher des Beauftragtenrats ist der Braunschweiger Bischof Christoph Meyns.

Die bayerische Philosophie-Studentin Heinrich war am 8. Mai an die Spitze der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Die 25-Jährige aus der bayerischen Landeskirche setzte sich bei der digitalen konstituierenden Sitzung des Kirchenparlaments überraschend gegen die 41-jährige Richterin und Grünen-Politikerin Nadine Bernshausen aus Marburg durch. Vorgängerin war die ehemalige FDP-Bundesministerin Irmgard Schwaetzer (79).

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