DRK-Präsidentin Hasselfeldt: Beim Impfen auf gutem Weg

DRK-Präsidentin Hasselfeldt: Beim Impfen auf gutem Weg
Nachdem die Impfkampagne an Tempo gewonnen hat, zieht das Rote Kreuz eine positive Zwischenbilanz und betont die Bedeutung der Hilfsorganisationen und ihrer Freiwilligen in der Pandemie.

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, hat eine insgesamt positive Zwischenbilanz der Impfkampagne gezogen und sich für die kommenden Wochen optimistisch gezeigt. Hasselfeldt sagte am Donnerstag in Berlin, sie gehe davon aus, dass bis Mitte oder Ende Juni ein Großteil der Bevölkerung geimpft sein werde. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", sagte sie. Hasselfeldt und DRK-Generalsekretär Christian Reuter begrüßten zudem Erleichterungen für Geimpfte und den Einsatz mobiler Impfteams in sozialen Brennpunkten.

Grundrechte müssten wieder gewährt werden, wenn die Gefahren reduziert seien, sagte die DRK-Präsidentin. Nach der Billigung durch den Bundestag und den Bundesrat sollen voraussichtlich zum Wochenende Erleichterungen für Geimpfte in Kraft treten, die sie mit Genesenen und negativ Getesteten gleichstellen. Die Bundesregierung hatte die Verordnung am Dienstag beschlossen. Sie sieht auch vor, dass Beschränkungen wie die nächtliche Ausgangssperre für Geimpfte entfallen sollen.

Das Rote Kreuz (DRK) ist maßgeblich an der Impfkampagne gegen das Coronavirus beteiligt. Von insgesamt 434 Impfzentren werden 303 vom DRK oder mit seiner Beteiligung betrieben, außerdem 389 Testzentren. Täglich sind nach DRK-Angaben rund 10.000 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte des Roten Kreuzes bei der Bekämpfung des Coronavirus aktiv.

Die Schwierigkeiten zu Beginn der Impfungen seien allein auf den Engpass bei den Impfstoffen zurückzuführen, sagte Hasselfeldt. Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen mit den Kommunen, Ärzteverbänden und Gesundheitsämtern habe hingegen sehr gut funktioniert. Ohne sie wäre der schnelle Aufbau der Impf- und Testzentren nicht möglich gewesen, erklärte Hasselfeldt.

DRK-Generalsekretär Reuter begrüßte zusätzliche Impfungen in sozialen Brennpunkten. Er sagte, dies sei ein wichtiges Angebot, um alle Bevölkerungsschichten zu erreichen. Das Rote Kreuz habe 300 mobile Impfzentren, die es einsetzen könne.

Einer Umfrage im Auftrag des DRK zufolge engagieren sich auch während der Corona-Krise mehr als ein Drittel der Erwachsenen (36 Prozent) in einem Ehrenamt, davon 77 Prozent mehrmals im Monat. Zwei Drittel der Engagierten (69 Prozent) berichten von starken Einschränkungen ihrer Aktivitäten, die aber den allgemeinen Wunsch nach ehrenamtlicher Tätigkeit nicht verringern. Mehr als die Hälfte aller Befragten (52 Prozent) kann sich vorstellen, ehrenamtlich tätig zu werden. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil mit 63 Prozent besonders hoch.

Als Lehren aus den Erfahrungen mit der Pandemie-Bekämpfung im vergangenen Jahr fordert das Rote Kreuz, dem gesundheitlichen Bevölkerungsschutz einen höheren Stellenwert zu geben und die Finanzmittel auf zwei Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln. Außerdem müsse der Personalnotstand in der Pflege angegangen und der Freiwilligendienst attraktiver werden, da besonders bei jungen Menschen die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement groß sei.

Das Deutsche Rote Kreuz feiert am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, sein 100-jähriges Bestehen. Bundesweit sind mehr als 430.000 ehrenamtliche und 183.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das DRK tätig.

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