Verband: Heimbewohner müssen besucht werden können

Verband: Heimbewohner müssen besucht werden können

Der BIVA-Pflegeschutzbund verlangt, die Be suchsregelungen in Pflegeheimen an die Vorschriften für Treffen von Privathaushalten anzugleichen. Der Verband, der die Interessen von Heimbewohnern und ihren Angehörigen vertritt, forderte am Freitag in Bonn, eine entsprechende Klarstellung im Infektionsschutzgesetz, das derzeit im Bundestag beraten wird. Mitte kommender Woche will das Parlament Änderungen an dem Gesetz mit dem Ziel einer bundeseinheitlichen "Corona-Notbremse" beschließen.

Die Schlechterstellung der Menschen in den Pflegeeinrichtungen müsse beendet werden, forderte der BIVA-Vorsitzende Manfred Stegger. Der Verband fordert, im Rahmen der Gesetzesberatung im Bundestag die Zimmer von Pflegeheimbewohnern in Hinblick auf Besuche Privathaushalten ausdrücklich gleichzustellen.

Noch immer regelten einige Länder stattdessen Besuche in Heimen weit restriktiver als Treffen von Privathaushalten, kritisiert der BIVA-Pflegeschutzbund - und dies, obwohl die meisten Bewohner inzwischen geimpft seien. Als Bespiel nannte der Verband die Verordnung des Landes Berlin, wonach Heimbewohner nur eine Stunde am Tag besucht werden dürfen - während Privathaushalte selbst bei einer Inzidenzwert über 100 jederzeit Besuch von einer weiteren Person und Kindern empfangen dürfen.

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