"Woche für das Leben" stellt Sterbebegleitung in den Mittelpunkt

Sterbebegleitung im Hospiz

© Felix Kästle/dpa

Im Mittelpunkt der diesjährigen "Woche für das Leben" steht die Sorge um schwer kranke und sterbende Menschen.

"Woche für das Leben" stellt Sterbebegleitung in den Mittelpunkt
Die Sorge um schwer kranke und sterbende Menschen steht im Mittelpunkt der diesjährigen "Woche für das Leben". Die von katholischer und evangelischer Kirche gemeinsam organisierte bundesweite ökumenische Aktionswoche wird am Samstag mit einem Gottesdienst in Augsburg eröffnet.

Unter dem Motto "Leben im Sterben" widmet sie sich nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz den seelsorglichen, medizinischen und ethischen Aspekten einer menschenwürdigen Sterbebegleitung.

Angesichts der Debatte um den assistierten Suizid habe die Aufklärung über die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung einen besonderen Stellwert, hatten EKD und Bischofskonferenz im Vorfeld der Eröffnung mitgeteilt. Gerade die Corona-Pandemie mache bewusst, wie wichtig die Begleitung verletzlicher Menschen sei. Die Kirchen wollen dabei "einen bedarfsgerechten Ausbau der palliativen und hospizlichen Begleitung sowie eine umfassende Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft fördern", schreiben der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing, im Vorwort zum Themenheft der Aktionswoche.

Die beiden Bischöfe feiern auch den Eröffnungsgottesdienst am Samstag um 10.30 im Augsburger Dom. Danach gibt es bis zum 24. April bundesweit Gottesdienste, Vorträge, Diskussionen oder Infotage zu den Themen Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Wegen der Corona-Pandemie finden viele Veranstaltungen online statt. Die ökumenische "Woche für das Leben" läuft bereits zum 26. Mal. Die Aktion will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren. Im vergangenen Jahr war sie wegen der Pandemie auf 2021 verschoben worden.

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