Arbeitsminister verspricht Werkstätten Hilfen des Bundes

Arbeitsminister verspricht Werkstätten Hilfen des Bundes

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen Hilfen des Bundes in Aussicht gestellt. Sollten die Werkstätten auch im zweiten Jahr der Pandemie wegen Umsatzeinbußen Probleme haben, Entgelte der Werkstattbeschäftigten zu zahlen, werde der Bund "wieder parat stehen", sagte Heil bei der Eröffnung der virtuellen "Werkstättenmesse" am Mittwoch. Die Bundesregierung hatte im Juni 2020 beschlossen, 70 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe den Ländern und deren Integrationsämtern zu überlassen, um Lohneinbußen der Werkstattmitarbeiter zumindest teilweise zu kompensieren.

Die Infrastruktur für die Inklusion dürfe in der Corona-Pandemie "nicht weggespült werden", warnte Heil. Menschen mit Behinderung seien in diesen Zeiten zusätzlich eingeschränkt.

Der Minister erklärte, Werkstätten werde es trotz aller Bemühungen um Inklusion weiterhin geben, weil sie für einen Teil der betroffenen Menschen ein "Lebensraum" seien. Er appellierte aber auch an die Wirtschaft, in Zeiten von Fachkräftemangel "klug das Potenzial der Inklusion zu nutzen".

In der aktuellen Diskussion zu den Löhnen für Beschäftigte in Werkstätten sagte Heil, nach einer Reform müssten Werkstattbeschäftigte besser dastehen als zuvor. Man dürfe die Debatte nicht ohne die Mitarbeitenden und die Werkstatträte führen.

Die 2020 geplante Werkstättenmesse in Nürnberg musste im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. In diesem Jahr findet der Austausch von Fachleuten und Werkstattbeschäftigten zwei Tage lang im Internet statt. Deutschlandweit arbeiten etwa 300.000 Menschen in Werkstätten.

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