Friedrichswerdersche Kirche mit politischen Symbolen beschmiert

Friedrichswerdersche Kirche mit politischen Symbolen beschmiert
Die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin-Mitte ist mit kommunistischen Symbolen beschmiert worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde das Graffito in der Größe von ungefähr einmal einem Meter auf der Rückseite des Gebäudes festgestellt.

Ein Passant hatte das Symbol am Mittwochabend bemerkt und die Polizei informiert. Diese ermittelt jetzt wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung. Die Ermittlungen werden vom Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt geführt.

Die Friedrichswerdersche Kirche nahe dem Schlossplatz in Berlin-Mitte wurde von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) entworfen. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde das Gotteshaus erst anlässlich des 200. Geburtstags Schinkels von 1979 bis 1986 saniert. Nach einer neuerlichen Restaurierung von 1997 bis 2000 war dort das Museum für Skulpturen des frühen 19. Jahrhunderts zu sehen.

Aufgrund von massiven Bauschäden durch benachbarte Bauprojekte war die Kirche dann seit Ende 2012 gesperrt und erst im Oktober 2020 nach umfassender Sanierung wieder für die Präsentation von Skulpturen geöffnet worden. Eigentümerin der Kirche ist die evangelische Kirchengemeinde in der Friedrichstadt. Noch bis 2025 ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz Mieterin des Gebäudes.

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