Kirchengemeinden sollen Pandemie-Folgen auffangen

Neue diakonische Herausforderungen in Gemeinden nach Corona

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Nach der Corona-Pandemie kommen auf Kirchengemeinden neue diakonische Herausforderungen zu wie die Bewältigung von Themen wie Arbeitslosigkeit, Bildungsungleichheit und die Zunahme psychischer Erkrankungen.

Kirchengemeinden sollen Pandemie-Folgen auffangen
Jutta Arndt, künftige Geschäftsführerin der Diakonie der Brüdergemeinde Korntal-Wilhelmsdorf, sieht auf Kirchengemeinden nach der Corona-Pandemie neue diakonische Herausforderungen zukommen.

Vor der Mitgliederversammlung des Diakoniewerks der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Baden-Württemberg verwies sie laut einer am Montag in Karlsruhe veröffentlichten Mitteilung des Diakoniewerks dabei auf die Themen Arbeitslosigkeit, Bildungsungleichheit und die Zunahme psychischer Erkrankungen.

Kirchengemeinden müssten wahrnehmen, "wie viel Verlust aktuell passiert". Vielen Menschen werde bewusst, dass ihr Streben nach Selbstverwirklichung an Grenzen stößt. Der "Gott der Selbstverwirklichung" sei massiv in die Krise geraten. In dieser Situation sehnten sich die Menschen nach einer neuen Beheimatung. Ihnen müssten die Gemeinden entgegenkommen und dazu einladender werden, sagte Arndt laut der Mitteilung.

Viele Gemeinden seien vor der Pandemie "sehr zufrieden gewesen", sie hatten es sich in ihrem eigenen Milieu ruhig eingerichtet. Sie müssten sich aber ändern und zu Orten werden, an denen die Nachbarschaft gestärkt und menschliche Grundbedürfnisse erfüllt werden.

Das Diakoniewerk der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Baden-Württemberg ist Mitglied in den Diakonischen Werken Baden und Württemberg. Ihm gehören 77 Einzelmitglieder, 38 Baptistengemeinden sowie drei juristischen Personen an.

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