Papst erinnert in ehemaliger Christenhochburg im Irak an IS-Terror

Papst erinnert in ehemaliger Christenhochburg im Irak an IS-Terror

Papst Franziskus hat in Karakosch in der Ninive-Ebene im Nordirak die Gewalt der Terrormilizen des "Islamischen Staats" (IS) beklagt. Bei einem Besuch in der wieder hergerichteten Kirche der Unbefleckten Empfängnis wies er am Sonntag auf die "Zeichen der zerstörerischen Kraft der Gewalt, des Hasses und des Krieges" hin. Den trotz steigender Corona-Infektionen im gesamten Irak in großer Zahl versammelten Gläubigen rief er zu: "Gemeinsam mit allen Menschen guten Willens sagen wir Nein zum Terrorismus und zur Instrumentalisierung der Religion".

Karakosch war bis zur Eroberung durch den IS vor rund sieben Jahren die größte Stadt des mehrheitlich schiitischen Irak mit einer christlichen Bevölkerungsmehrheit. Seit der Befreiung der Stadt von der IS-Terrorherrschaft 2016 kehrte knapp die Hälfte der vor der Gewalt der Islamisten geflüchteten Bevölkerung zurück.

Vor dem Hintergrund von Vertreibung und Zerstörung mahnte der Papst die Gläubigen zu Mut für den Wiederaufbau und zu Vergebung auf. Auch wenn der Weg zu einer vollständigen Heilung noch lang sei, dürften sie sich nicht entmutigen lassen, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Am dritten Tag seiner Irak-Reise wollte der Papst anschließend im Stadion von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak, eine Messe mit 10.000 Gläubigen feiern.

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