Papst im Irak eingetroffen

Papst im Irak eingetroffen

Papst Franziskus ist am Freitag zu einem viertägigen Besuch im Irak eingetroffen. Im Mittelpunkt der ersten Papstreise seit Beginn der Corona-Pandemie stehen Bemühungen um eine Befriedung der Krisenregion, um interreligiösen Dialog und eine Ermutigung der wenigen verbliebenen Christen.

Er reise als "Pilger des Friedens und der Versöhnung zwischen den Völkern" in den Irak, erklärte der Papst anlässlich der ersten Reise eines katholischen Kirchenoberhaupts in das Nahost-Land in einem Telegramm an den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Unmittelbar vor der Abreise war Franziskus im Vatikan mit zwölf irakischen Flüchtlingen zusammengetroffen.

Nach der Ankunft des Papstes in Bagdad sind Treffen mit Regierungsvertretern geplant. Anschließend wollte Franziskus im Präsidentenpalast in der Hauptstadt eine Rede vor Diplomaten und Vertretern der Zivilgesellschaft halten. In Nadschaf, einer der sieben heiligen Städte des schiitischen Islams, wird er am zweiten Tag der Reise die höchste Autorität der irakischen Schiiten, Großayatollah Ali Al-Sistani, treffen. Schiiten stellen die Mehrheit der Iraker.

Gemeinsam mit Juden, Christen, Muslimen und Jesiden wird der Papst am Samstag an einem interreligiösen Treffen in der Stadt Ur teilnehmen, wo der biblischen Überlieferung zufolge Abraham geboren ist. Am Abend will Franziskus eine Messe in der chaldäischen Kathedrale von Bagdad feiern. Bei einem Besuch in Erbil und Mossul in der Kurdenregion am Sonntag steht ein Gebet für die Opfer des Krieges auf dem Programm. In Karakosch in der Ninive-Ebene, der einst größten christlichen Stadt des Iraks, dürfte das Kirchenoberhaupt an die Gräuel und Zerstörungen der IS-Herrschaft erinnern und die wenigen Gläubigen zum Bleiben ermutigen.

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