Susanne Bei der Wieden wird Kirchenpräsidentin

Susanne Bei der Wieden wird Kirchenpräsidentin

Emden (epd). Susanne Bei der Wieden wird die erste Kirchenpräsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche. Die Delegierten der digital tagenden Gesamtsynode wählten die 54-jährige Theologin aus Frankfurt/Main im ersten Wahlgang mit 46 Stimmen. Sie folgt Martin Heimbucher im Amt, der Ende Juli in den Ruhestand tritt. Ihre Gegenkandidatin, Sabine Dreßler aus Braunschweig, erhielt 14 Stimmen. Es gab eine Stimmenthaltung. Bei der Wieden sagte nach der Wahl, sie sei überwältigt und freue sich auf die Zusammenarbeit.

Beide Kandidatinnen hatten die Wahl zusammen mit dem kirchleitenden Gremium Moderamen in der Emder Johannes-a-Lasco-Bibliothek, dem traditionellen Tagungsort der reformierten Synode, verfolgt. Bei der Wieden wird ihr neues Amt voraussichtlich im Spätsommer antreten.

Susanne Bei der Wieden wurde 1966 in Darmstadt geboren. Evangelische Theologie studierte sie in Wuppertal und Göttingen. 1997 erhielt sie ihren Doktortitel für eine Arbeit über die Predigten des Reformators Martin Luther (1483-1546). Derzeit ist sie Pastorin der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Frankfurt/Main. Bei der Wieden ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer gehören rund 168.500 Mitglieder in 143 Gemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu.