Religionsbeauftragter wertet Irak-Reise des Papstes als historisch

Religionsbeauftragter wertet Irak-Reise des Papstes als historisch

Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, wertet die Reise von Papst Franziskus in den Irak vom 5. bis 8. März als historisches Ereignis. Mit der ersten Reise eines Papstes in das Land spende Franziskus den irakischen Christen Hoffnung und unterstreiche die historische Verbundenheit des Christentums mit dem Irak, erklärte Grübel am Mittwoch in Berlin. Der Besuch biete auch Gelegenheit, auf die zum Teil prekäre Lage der Christen und weiterer Minderheiten hinzuweisen. Franziskus setze ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben aller religiösen Gruppen im Land.

Der Besuch des Papstes im "multireligiösen und multiethnischen Zweistromland schärft das Bewusstsein der Menschen für das friedliche Zusammenleben über ethnische und religiöse Grenzen hinweg", fügte Grübel hinzu. "Viele religiöse Minderheiten, darunter Christen und Jesiden, konnten auch nach Ende der Gewaltherrschaft des sogenannten Islamischen Staats nicht in ihre Heimatgebiete zurückkehren", erklärte er. Besonders in der Ninewa-Ebene, der historischen Heimat vieler religiöser Minderheiten, litten die Menschen noch immer unter Diskriminierung und Gewalt. Sicherheit sowie Beschäftigungs-und Bildungsperspektiven kämen nur langsam zurück.

Das geplante Treffen zwischen Papst Franziskus und Großajatollah Ali al-Sistani sei zudem ein wichtiges Signal für den christlich-schiitischen Dialog, betonte Grübel. Das Vertrauen zwischen den Religionen aber auch innerhalb der religiösen Gruppen habe durch die Terrorherrschaft des sogenannten Islamischen Staats (IS) im Irak sehr gelitten. Das Treffen zwischen dem Papst und al-Sistani könne dazu beitragen, dieses Vertrauen wieder zu stärken.

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