Misereor will mit Meldeportal gegen Machtmissbrauch vorgehen

Misereor will mit Meldeportal gegen Machtmissbrauch vorgehen

Das katholische Hilfswerk Misereor will mit einer Internetseite Mitarbeitern, Partnerorganisationen, Dienstleistern oder anderen Beobachtern die Möglichkeit geben, auf Missbrauch in der Organisation hinzuweisen. Dabei gehe es um Hinweise auf sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch, Mobbing, Korruption, Unterschlagung von Geldern oder andere Rechtsverletzungen, teilte Misereor am Montag in Aachen mit. Meldungen seien namentlich oder anonym in deutscher, englischer, französischer, spanischer oder portugiesischer Sprache möglich.

Misereor habe großes Interesse daran, dass nachweisbare oder vermutete Grenzüberschreitungen oder gar Rechtsverletzungen gemeldet werden, erklärte Geschäftsführer Thomas Antkowiak. Machtmissbrauch etwa könne in unterschiedlichen Formen auftreten, beispielsweise, um an personenbezogene Daten zu gelangen, Spendengelder zu veruntreuen oder Menschen zu schaden. Eine besondere Bedeutung habe in diesem Zusammenhang der Machtmissbrauch durch sexualisierte Gewalt und Ausbeutung.

"Ziel ist eine Organisationskultur der Achtsamkeit, des Hinsehens, des Eingreifens, des Respekts, der Wertschätzung und der Achtung persönlicher Grenzen", betonte Antkowiak. Eine weitere Beschwerdemöglichkeit besteht in der direkten Kontaktaufnahme mit dem von Misereor eingesetzten Ombudsmann Günter Siebertz.

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