Reformierte Kirche wählt eine Kirchenpräsidentin

Reformierte Kirche wählt eine Kirchenpräsidentin

Die Evangelisch-reformierte Kirche wählt am Donnerstag nächster Woche ihre erste Kirchenpräsidentin. Die Synode, das Kirchenparlament, muss dann zwischen Sabine Dreßler aus Braunschweig und Susanne Bei der Wieden aus Frankfurt am Main entscheiden. Die beiden Theologinnen wurden vom kirchenleitenden Gremium Moderamen vorgeschlagen. Die Wahl ist nötig, weil der 2013 gewählte Amtsinhaber Martin Heimbucher (65) Ende Juli in den Ruhestand treten wird.

Weil das Moderamen diesmal zwei Pastorinnen nominierte, wird künftig erstmals eine Frau an der Spitze der Evangelisch-reformierten Kirche stehen. Die beiden Kandidatinnen verfügen über große Erfahrung in der Gemeindearbeit und der Gremienarbeit. Susanne Bei der Wieden (54) ist seit 2003 Pfarrerin der evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt am Main. Sabine Dreßler (58) ist seit 2017 Referentin für Menschenrechte, Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover.

Aufgrund der Corona-Pandemie tagt die Wahlsynode digital im Internet. Die beiden Kandidatinnen werden die Wahl zusammen mit dem Moderamen in der Emder Johannes-a-Lasco-Bibliothek verfolgen, dem traditionellen Tagungsort der reformierten Synode.

Die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz im ostfriesischen Leer zählt zu den kleineren Landeskirchen in der EKD. Anders als die anderen Landeskirchen verfügt sie nicht über ein klar abgegrenztes Territorium. Ihre 143 Kirchengemeinden mit zusammen rund 168.500 Mitgliedern sind verstreut zwischen Ostfriesland und dem Allgäu.

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