Verband: Mehrheit hält Corona-Zahlungen an Arme für nicht ausreichend

Verband: Mehrheit hält Corona-Zahlungen an Arme für nicht ausreichend

Gut die Hälfte der Bevölkerung glaubt nicht, dass die Corona-Hilfen für Grundsicherungsbezieher ausreichen. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes hervor, die am Freitag in Berlin veröffentlicht wurde. Demnach sagen 54 Prozent der Befragten, eine Einmalzahlung von 150 Euro für Erwachsene reiche nicht, um die zusätzlichen Ausgaben zu decken.

68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschen mit geringen Einkommen in der Corona-Krise bisher von der Bundesregierung nicht ausreichend unterstützt werden. Außerdem geht eine Mehrheit von 62 Prozent davon aus, dass die Regelsätze in der Grundsicherung zu niedrig sind. Nach Ansicht der Befragten müssten sie mit 573 Euro pro Monat um fast 30 Prozent über den derzeitigen Sätzen von 446 Euro für einen alleinstehenden Erwachsenen liegen.

Die repräsentative Umfrage erfolgte Mitte Februar. Befragt wurden 1.003 Personen über 18 Jahre. Der Bundestag will am Freitagmittag im Rahmen des Sozialschutzpakets III über die Einmalhilfen entscheiden.

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