Staatsanwaltschaft klagt früheren Kirchenpfleger wegen Untreue an

Staatsanwaltschaft klagt früheren Kirchenpfleger wegen Untreue an

Rund 90.000 Euro soll ein ehemaliger Kirchenpfleger der evangelischen Kirchengemeinde im oberfränkischen Glashütten veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat nun Anklage wegen Untreue in 26 Fällen erhoben, wie ein Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag sagte. Der 60-Jährige und sein Anwalt hätten zwei Wochen Zeit, sich zur Anklage zu äußern, danach prüfe das Gericht die Anklageschrift.

Der Mann soll in einem Zeitraum von sechs Jahren Jahre Geld von den Konten der Kirchengemeinde für sich abgezweigt haben. Die Kirchengemeinde sei momentan intern mit der Aufarbeitung der Vorfälle beschäftigt, sagte Pfarrerin Stefanie Kraus dem epd. Die Ergebnisse sollen dann zuerst den Gemeindemitgliedern mitgeteilt werden. Der Kirchenvorstand habe nach einem ersten Verdacht im Herbst 2020 "alle erforderlichen Schritte" in die Wege geleitet. Zudem wurden alle Gemeindemitglieder über den Vorfall informiert.

Nach epd-Informationen ist der Mann bereits im Jahr 2019 wegen Veruntreuung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Der früher als Finanzberater tätige Mann soll rund 80.000 Euro an Kundengeldern veruntreut haben, 34 Taten konnten ihm offenbar nachgewiesen werden.

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