"Maria 2.0" dringt auf Reformen und Geschlossenheit gegenüber Vatikan

rauen der Initiative "Maria 2.0." aus Kassel demonstrierten am 26.09.19 in Fulda.

©epd-bild/Christof Krackhardt

Vor Beginn der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz setzt sich die Bewegung "Maria 2.0" verstärkt ein, um auf die "eklatanten Missstände in der katholischen Kirche" aufmerksam zu machen.

"Maria 2.0" dringt auf Reformen und Geschlossenheit gegenüber Vatikan

Bonn (epd). Mechthild Exner-Herforth von der Initiative "Maria 2.0" ruft die katholischen Bischöfe dazu auf, ein Reformprogramm für die Kirche in Deutschland zu erarbeiten und geschlossen gegenüber dem Vatikan zu vertreten. Vor Beginn der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am Dienstag sagte Exner-Herforth im "Morgenmagazin" des ZDF: "Wir haben eklatante Missstände in der katholischen Kirche, und die Menschen laufen uns einfach davon." Was Kirche und die frohe Botschaft ausmache, werde in keinster Weise mehr in der Kirche gelebt.

Über Jahre hinweg seien Reformen versäumt worden, um sicherzustellen, dass Kirche in der Mitte der Gesellschaft steht, sagte Exner-Herforth: "Es kann einfach nicht sein, dass wir stehenbleiben, wo wir sind." Die 2019 entstandene Initiative "Maria 2.0" setzt sich vor allem für mehr Rechte von Frauen in der katholischen Kirche ein. Außerdem dringt sie auf die stärkere Beteiligung von Laien insgesamt, die umfassende Aufklärung von Fällen sexualisierter Gewalt und eine lebensnahe Sexualmoral.

Die katholischen deutschen Bischöfe beraten bis Donnerstag bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung. Im Mittelpunkt der digitalen Beratungen steht ein Studientag zu den Erfahrungen mit Kirchenaustritten. Weitere Themen sind neben anderen der aktuelle Stand des Reformprozesses Synodaler Weg, die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und die Kontroverse um eine wechselseitige Abendmahls-Teilnahme für Protestanten und Katholiken.

epd kfr

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