Synodenpräses : Frauen haben es in Kirchengremien weiter schwer

Sigrun Neuwerth

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Die scheidenden Synodenvorsitzenden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Sigrun Neuwerth, ist der Meinung, dass es Frauen in Kirchengremien weiterhin schwer haben.

Synodenpräses : Frauen haben es in Kirchengremien weiter schwer
Frauen haben es in den Gremien der evangelischen Kirche nach Einschätzung der scheidenden Synodenvorsitzenden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Sigrun Neuwerth, weiter schwer: "Als Frau muss man immer wieder dieselben Hürden überwinden, egal in welchem Gremium."

Die Agraringenieurin sagte der Berliner Wochenzeitung "Die Kirche" (Ausgabe vom 10. Februar), "gezielt überhört zu werden, das habe ich sehr intensiv erlebt". Neuwerth, die Referatsleiterin im Bundesagrarministerium ist, fügte hinzu: "Wenn ein Mann das Gesagte nur wiederholt, ist es plötzlich wichtig, und nur er wird damit zitiert." Das Niederschweigen von Frauen sei enorm, sagte die Synodenpräses: "Das ist in der Kirche nicht anders als anderswo." Dass sich Frauen auch gegenseitig unterstützen, komme zu selten vor.

Zu sinkenden Mitgliederzahlen sagte Neuwerth, die Kirche werde sich immer verändern und sollte keine Beamtenkirche sein. "Es werden sicher weiterhin beruflich Mitarbeitende gebraucht für Seelsorge und Verkündigung, Musik, Recht und Verwaltung", sagte Neuwerth: "Aber vieles muss ehrenamtlich geschehen." Für ihr Ehrenamt als Präses habe sie ihre berufliche Vollzeitstelle auf 80 Prozent reduziert.

Kirche sei für Leitungspositionen ein Ort, um eine Zeitlang Verantwortung zu übernehmen und dann wieder abzugeben, betonte die Synodenpräses: "Von Karriere in der Kirche zu sprechen, widerstrebt mir." Dies sei nicht die richtige Einstellung. "Das Karrieredenken ist: Ich bin hochgeklettert und darf nicht wieder runter", sagte Neuwerth: "In anderen Kontexten mag das in Ordnung sein."

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