Bestatter: Auch bei Corona würdevoller Abschied möglich

René Godehard, Inhaber von"Bestattungen Bierbrauer"

©epd-video/Matthias Pabs

Die Firma "Bestattungen Bierbrauer" hat mit Trauerfeiern unter freiem Himmel und Videoübertragungen während der Corona Pandemie gute Erfahrungen gemacht,

Bestatter: Auch bei Corona würdevoller Abschied möglich
Auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie hält der Bestatter René Gerhard einen würdevollen Abschied von Verstorbenen für möglich. Seit dem Frühjahr 2020 habe sein Unternehmen aus dem niedersächsischen Barsinghausen Stück für Stück Wege gefunden und unter anderem mit Trauerfeiern unter freiem Himmel und Videoübertragungen gute Erfahrungen gemacht.

Gerhard berichtet in einem Beitrag für epd video: "Es gibt immer einen Weg, du musst ihn nur finden." "Wir haben sogar schon einmal eine Trauerfeier auf die Philippinen gestreamt", so der Bestatter. Im Anschluss sei die in Deutschland verstorbene Frau überführt worden. Mit der Videoübertragung sei es möglich gewesen, hier wir dort gemeinsam Abschied zu nehmen.

Angesichts der Teilnehmerbegrenzungen und der Sorge bei Reisen innerhalb Deutschlands während der Pandemie könne auch in anderen Fällen das Filmen einer Trauerfeier eine Entlastung für die Menschen sein, sagte Gerhard. Die engste Familie müsse sich dann weniger Gedanken darüber machen, wen sie gegebenenfalls nicht zu der Feier einladen könne.

René Godehard, Inhaber "Bestattungen Bierbrauer" und Denise Kockegei, Bestatterin, berichten von ihrer Arbeit in Corona-Zeiten.

Vom Verschieben von Trauerfeiern rät Gerhards Partnerin Denise Kockegei ab. Die Menschen bräuchten in ihrer Trauer ein Abschiedsritual. Sie hat insbesondere im Sommer mit Feiern unter freiem Himmel gute Erfahrungen gemacht. Gerhard sagte, Feiern außerhalb der Trauerhalle hätten "eine gewisse Leichtigkeit". Damit werde es erleichtert, das Leben des Verstorbenen insgesamt in den Blick zu nehmen und nicht nur auf dessen Tod zu schauen.

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