Gedenk-Campus am "Gleis 17" zur Erforschung der Deportationen geplant

Gedenk-Campus am "Gleis 17" zur Erforschung der Deportationen geplant

Am Berliner Mahnmal "Gleis 17" soll einem Medienbericht zufolge ein Campus zur Erforschung der Geschichte der Deportationen der Juden entstehen. Die Moses-Mendelssohn-Stiftung will neben dem Gedenkort auf einer Freifläche von rund 20.000 Quadratmetern einen Gedenk-Campus errichten, wie der RBB am Mittwoch berichtet. Das Mahnmal "Gleis 17" am Bahnhof Grunewald erinnert an die Berliner Juden, die während der NS-Zeit von hier aus in Zügen in Ghettos und Konzentrationslager nach Riga, Warschau, Theresienstadt oder Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.

Auf dem Campus sind demnach unter anderem 150 Wohnungen für Studierende geplant. Junge Medienwissenschaftler, IT-Fachleute, Architektur-Studenten, Studenten der Geschichte, der Kulturwissenschaften oder der Literatur sollen hier einziehen und gemeinsam neue Gedenk-Konzepte für künftige Generationen entwickeln, hieß es weiter. Zudem sei ein Ausstellungsraum mit einem "history lab" geplant.

Nach dem Vorbild der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem soll laut RBB zudem mit Bäumen ein Hain der Gerechten gepflanzt werden. Der Gedenk-Campus werde mit Hochschulen der Region wie der Humboldt-Universität, der Freien Universität Berlin und der Universität Potsdam zusammenarbeiten.

Der Bau des Campus wird demnach rund 20 Millionen Euro kosten. Das Gelände habe die Moses-Mendelssohn-Stiftung von einer Bundesbahn-Tochter gekauft, berichtet der RBB.

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