Schad wird Präsident des Evangelischen Bundes

Schad wird Präsident des Evangelischen Bundes
Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad wird am 1. März neuer Präsident des Evangelischen Bundes. Schad sei per Briefwahl gewählt worden, teilte Generalsekretär Richard Janus am 26. Januar in Bensheim nach einer Sitzung des Zentralvorstandes mit.

Der Evangelische Bund ist ein Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland, das sich mit Fragen der Konfessionskunde und der Ökumene befasst. Christian Schad tritt die Nachfolge der Theologieprofessorin Gury Schneider-Ludorff an, die das Amt bereits im Januar vergangenen Jahres niedergelegt hatte. Seither führt der stellvertretende Präsident, der ehemalige evangelische Militärbischof Sigurd Rink, den Evangelischen Bund. Schad ist seit 2008 Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz. Er geht zum 1. März in den Ruhestand.

Mit Christian Schad sei eine ökumenisch ausgewiesene und profilierte Persönlichkeit für die Spitze des Evangelischen Bundes gewonnen worden, heißt es in der Mitteilung. Er stehe als Vorsitzender der Vollkonferenz und des Präsidiums der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland für das vertrauensvolle Miteinander der lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen innerhalb des deutschen Protestantismus. Außerdem sei er national und international im Dialog mit der römisch-katholischen Kirche engagiert.

Der Evangelische Bund wurde 1886 in Erfurt gegründet und ist einer der großen evangelischen Verbände. Er ist Träger des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim, das die unterschiedlichen christlichen Denominationen und ökumenische Entwicklungen erforscht.

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