Misereor-Fastenaktion thematisiert Folgen von Konsum und Lebensstil

Misereor-Fastenaktion thematisiert Folgen von Konsum und Lebensstil

Bei der Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor geht es in diesem Jahr um ein Überdenken der eigenen Lebensweise und des eigenen Konsums. Die Menschen seien eingeladen, über die Zusammenhänge von Alltagsgewohnheiten in Deutschland, Missstände im Globalen Süden, einen notwendigen sozialen sowie ökologischen Wandel und Potenziale zur Veränderung nachzudenken, erklärte das Werk für Entwicklungszusammenarbeit am Montag in Aachen. Die Aktion unter dem Leitwort "Es geht! Anders" wird am 21. Februar mit einem Festgottesdienst im Hildesheimer Dom eröffnet. Der Gottesdienst wird live von der ARD übertragen.

Misereor bittet dabei auch um Spenden und Solidarität für Benachteiligte. Im Fokus der Fastenaktion 2021 steht Bolivien. Dort sei gut sichtbar, welche Folgen nicht nachhaltiges Wirtschaften für Umwelt und Bevölkerung haben können, hieß es. In den vergangenen Jahren seien im Amazonas-Gebiet riesige Flächen Regenwald abgeholzt und brandgerodet worden. Agrar-Konzerne eigneten sich große Landflächen für die Fleischproduktion an. Bergbau und Gasförderung belasteten die Umwelt und die Auswirkungen des Klimawandels verschlechterten die Lebensgrundlage vieler Menschen. Durch die starke Nachfrage nach billigen Rohstoffen und Produkten aus Monokulturen trage auch Deutschland zur Zerstörung von Natur und Lebensräumen bei.

Zum zweiten Mal in Folge fällt die bundesweite Aktion in die Zeit der Corona-Pandemie und wird nicht wie üblich stattfinden, wie Misereor erklärte. Viele Aktivitäten und Spendenaktionen werden deshalb digital veranstaltet. Seit 1959 gestaltet Misereor in der katholischen Kirche in Deutschland die Fastenzeit mit und sammelt Spenden für Benachteiligte in Asien und Ozeanien, Afrika und dem Nahen Osten, Lateinamerika und der Karibik. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt der Aktion.

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