Zwei Bewerberinnen um Heimbucher-Nachfolge

Martin Heimbucher

©epd-bild/Jens Schulze

Die Amtszeit des reformierten Kirchenpräsidenten Martin Heimbucher endet im Juli 2021. Um die Nachfolge bewerben sich zwei Theologinnen.

Zwei Bewerberinnen um Heimbucher-Nachfolge
Die Evangelisch-reformierte Kirche bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Kirchenpräsidentin. Zur Wahl Anfang März stehen bisher zwei Theologinnen aus Frankfurt und Braunschweig.

Das kirchenleitende Gremium Moderamen habe den wahlberechtigten Synodalen die Theologinnen Susanne Bei der Wieden aus Frankfurt und Sabine Dreßler aus Braunschweig als Kandidatinnen vorgeschlagen, wie Kirchensprecher Ulf Preuß in Leer mitteilte. Der amtierende Kirchenpräsident Martin Heimbucher tritt im Juli 2021 in den Ruhestand. Über seine Nachfolge entscheidet die Synode in digitaler Form am 4. März. Zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer gehören rund 168.500 Mitglieder in 145 Gemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu.

Susanne Bei der Wieden (54) ist seit 2003 Pfarrerin der evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/Main. In der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau nimmt sie das Amt der stellvertretenden Synodenpräses wahr. Von 1999 bis 2003 lehrte sie am Reformierten Seminar für pastorale Aus- und Fortbildung in Wuppertal.

Sabine Dreßler (58) ist seit 2017 Referentin für Menschenrechte, Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zuvor war sie Theologische Referentin für Reformierte Ökumene beim Reformierten Bund in der EKD. Von 1993-2013 war sie Pastorin der Evangelisch-reformierten Gemeinde Braunschweig. Bis vier Wochen vor der Wahlsynode können die Synodalen Preuß zufolge die Liste der Kandidaturen noch mit eigenen Vorschlägen ergänzen.

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