Ärzte und Apotheker: Schutzmasken kostenlos an Bedürftige abgeben

Ärzte und Apotheker: Schutzmasken kostenlos an Bedürftige abgeben

Ärzte- und Apothekerverbände fordern, bedürftige Menschen kostenlos mit medizinischen Schutzmasken zu versorgen. "Es ist keine Zumutung, in öffentlichen Verkehrsmitteln zukünftig Masken mit höherer Schutzwirkung zu tragen", sagte die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Es wäre aber eine Zumutung, von Menschen mit geringem Einkommen zu erwarten, medizinische Masken auf eigene Kosten zu erwerben."

Länder und Kommunen sollten deshalb pragmatische Lösungen finden und möglichst viele Schutzmasken kostenfrei abgeben, forderte Johna. Auch Unternehmen wie die Deutsche Bahn sollten auf die aktuelle Situation reagieren. Die Bahn könne beispielsweise zu günstigen Konditionen große Mengen an FFP2-Masken anschaffen. "So wäre es ein Leichtes, jedem Zugreisenden eine FFP2-Maske zu einem vergleichsweise geringen Aufpreis zum Ticket anzubieten", schlug die Medizinerin vor.

Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen am Dienstag unter anderem eine verschärfte Maskenpflicht beschlossen. In Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln sollen medizinische Masken wie OP-Masken oder FFP2-Masken Pflicht werden. Alltagsmasken aus Stoff sind dort dann nicht mehr erlaubt. Für Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen ist beim Kontakt mit den Bewohnern ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht vorgesehen.

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