Schon mehr als 100.000 Euro Spenden für Opfer der Amokfahrt in Trier

Schon mehr als 100.000 Euro Spenden für Opfer der Amokfahrt in Trier
Stadt und Polizei danken für Unterstützung
Nach der Amokfahrt in Trier sitzt der Schock weiter tief. Am Donnerstag wurde in Rheinland-Pfalz der Opfer mit einer Schweigeminute gedacht. Für die Hinerbliebenen und Verletzten gingen zahlreiche Spenden ein.

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hat sich für die große Anteilnahme und die vielen Solidaritätsbekundungen nach der Amokfahrt vom Dienstag bedankt. Auf dem eigens eingerichteten Spendenkonto für die Opfer seien bereits über 100.000 Euro eingegangen, teilte Leibe am Donnerstag mit. "Es hilft uns allen sehr, zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft innerhalb und außerhalb der Stadt Trier ist."

Auch Polizeipräsident Rudolf Berg bedankte sich für die Unterstützung zahlreicher Passanten, die bei dem Ereignis spontan Hilfe geleistet und den Einsatzkräften geholfen hätten. Inzwischen seien auch zahlreiche Hinweise, Fotos und Videos bei der Polizei eingegangen, mit deren Hilfe der Tathergang geklärt werden soll, erklärte er am Donnerstag.

Um 13.46 Uhr, dem Zeitpunkt des ersten Notrufs am Dienstag, wurde in ganz Rheinland-Pfalz der Toten und Verletzten der Amokfahrt gedacht worden. "Das Leben steht für diesen Moment still im Gedenken an die Opfer der Amokfahrt von Trier", hatte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zuvor erklärt. Bereits am Mittwoch hatten sich Hunderte Menschen vor der Porta Nigra in Trier im Gedenken an die Opfer versammelt.

Am Dienstagnachmittag hatte ein 51-Jähriger aus der Nähe von Trier ein Auto durch die Fußgängerzone gelenkt und dabei zahlreiche Menschen erfasst. Fünf Menschen starben, 18 weitere wurden verletzt, sechs davon schwer. Unter den Todesopfern sind ein neuneinhalb Wochen altes Mädchen und ihr Vater. Die Polizei nahm den Fahrer wenige Minuten nach der Tat fest. Sein Motiv sei unklar, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft.

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