Fürchtet Euch nicht. Gott bei Euch!

Adventsvesper in der Gedächtniskirche Bad Homburg

© Gedächtniskirche Bad Homburg

Auch in Corona-Zeiten: Pfarrerin Annika Marte hält die digitale Adventsvesper in der Gedächtniskirche Bad Homburg am 29.11.2020.

Fürchtet Euch nicht. Gott bei Euch!
Wie Gemeinden Advent und Weihnachten feiern – trotz Corona
Einfach ersatzlos streichen? Das wollte die Gemeinde der Evangelischen Gedächtniskirche in Bad Homburg vor der Höhe mit ihren rund 4.000 Mitgliedern nicht hinnehmen. Alle Jahre wieder findet dort am Samstagabend vor dem Ersten Advent der kirchenmusikalische Höhepunkt statt: eine Adventsvesper - auch dieses Jahr.

Eine Adventsvesper mit besinnlichen Texten, Chorgesang und Instrumentalmusik, jedes Jahr wieder organisiert von Kantorin Karin Giel, jedes Jahr wieder mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten evangelischen Gedächtniskirche in Bad Homburg belohnt - und dieser festliche Beginn des Kirchenjahres soll wegen Corona nicht stattfinden? Das war für alle Beteiligten in Bad Homburg undenkbar!

Was also tun? Natürlich mussten Abstriche gemacht werden. Fast ein ganzes Jahr lang konnte der Chor nicht proben – zu gefährlich in der Pandemie. Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche? Nicht möglich. Also wurden die Kräfte gebündelt, mit Kantorin und Chorleiterin Karin Giel, den beiden Pfarrerinnen Annika Marte, Lieselotte Hentschel und Pfarrer Jörg Marwitz, dem Kirchenvorstand mit der Vorsitzenden Susanne Kuzinski, der Gemeindestiftung Zukunft gestalten, mit der Beratung von Stephan Born aus dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik im nahe gelegenen Frankfurt am Main, mit dem Videojournalisten Tim Fischer aus Hannover.

Das Ergebnis: Aus einer großen Veranstaltung wurden zwei. Mit weniger Plätzen in der Kirche, für die Interessierte sich auf der gemeindlichen Homepage anmelden mussten. So konnten sie über das elektronische Ticketsystem etix.com kostenlos einen festen Sitzplatz buchen. Die Adventsvesper durfte stattfinden, für Abstand zwischen den Instrumentalisten, den Solosängerinnen und den Besucherinnen und Besuchern war gesorgt. Bei strikter Einhaltung der Zeitbegrenzung auf eine halbe Stunde, dem guten Durchlüften in der Pause zwischen den beiden Gottesdiensten und nachher inclusive der Desinfizierung der genutzten Plätze hat die Gemeinde es geschafft, die Hygienevorschriften einzuhalten. Und für alle, die keinen Platz mehr bekommen haben, wurde die Vesper aufgenommen und im Netz gestreamt – das Ergebnis können Sie auf unserer Seite begutachten. Einen Komplettausfall ihres traditionellen Starts in die Adventszeit hat die Gemeinde im Hochtaunus nicht hingenommen!

Für den Heiligen Abend läuft die Planung übrigens bereits auf Hochtouren: Für die eng getakteten Gottesdienste ab 15 Uhr und dann von 16 bis 18.30 Uhr im Halbstundentakt in der Kirche und draußen auf dem nahegelegenen Schulhof sowie für den Abend um 22 und 23 Uhr bringt die Gemeinde wieder das etix-Ticketsystem zur Anwendung und organisiert natürlich mithilfe des Videojournalisten Tim Fischer wieder den Stream.

Sagen Sie es uns: Wie feiert Ihre Gemeinde Advent und Weihnachten 2020?

Fürchtet Euch nicht, Gott bei Euch! So lautet das gemeinsame bundesweite Motto der evangelischen und katholischen Kirche in dieser von der Corona-Krise belasteten Advents- und Weihnachtszeit.

Die Gemeinden fürchten sich nicht und sind kreativ. Was bietet Ihre Gemeinde in dieser Adventszeit an? Streamen Sie auch Videos? Gibt es besondere Aktionen? Wie bereiten Sie sich auf den Heiligen Abend vor?

Schicken Sie uns Ihre Beispiele per Mail an . Wir veröffentlichen gern. So bündeln wir unsere Kräfte und stehen zusammen in dieser schweren Zeit, in der wir uns die Freude auf die Ankunft des Heilands und die davon ausgehende Hoffnung nicht nehmen lassen wollen. Fürchtet Euch nicht, Gott bei Euch!

Schreiben Sie uns, der evangelisch.de-Redaktion, per Mail an , wie Ihre Gemeinde in der Advents- und Weihnachtszeit auf die Corona-Pandemie reagiert und welche Angebote und Aktionen bei Ihnen organisiert werden.

aus dem chrismonshop

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