Katholische Kirche: Coronavirus darf nicht Einsamkeit befördern

Katholische Kirche: Coronavirus darf nicht Einsamkeit befördern

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zu den Corona-Schutzmaßnahmen im Dezember will die katholische Kirche in Gesprächen mit der Politik auf Kontaktmöglichkeiten für Alte, Kranke und Behinderte dringen. "Uns ist wichtig, dass Weihnachten stattfinden kann - in den Kirchen und zu Hause", sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Man hoffe "in diese Zeit eine Botschaft des Lichts, der Zuversicht und Hoffnung zu senden".

Das gelte besonders für ein Mindestmaß an sozialen Kontakten und Seelsorge bei Menschen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Hospizen und Behinderteneinrichtungen, ergänzte Kopp. "Das Coronavirus darf Einsamkeit nicht befördern", betonte er.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten am Mittwoch eine Verlängerung und Verschärfung der Kontaktbeschränkungen bis mindestens 20. Dezember beschlossen. Über Weihnachten soll es aber Lockerungen geben, um Treffen im Kreis von Familie und Freunden möglich zu machen. Zudem wollen Bund und Länder mit den Kirchen über Veranstaltungen zu Weihnachten sprechen. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter müssen vermieden werden", heißt es im Beschluss.

Der Sprecher der Bischofskonferenz sagte, man stehe zu weiteren Gesprächen bereit. "Bereits seit Monaten gibt es in den Bistümern und den Pfarrgemeinden umfangreiche und genau beachtete Hygienekonzepte für Gottesdienste, zu denen Abstandsregelungen ebenso zählen wie die Beschränkung von Personenzahlen in Kirchengebäuden", sagte er. Diese würden mit großer Sorgfalt eingehalten.

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