Kirchliche Beobachterin im Dannenröder Forst leicht verletzt

Kirchliche Beobachterin im Dannenröder Forst leicht verletzt

Bei Protesten gegen den Bau der Autobahn 49 im Dannenröder Forst ist eine kirchliche Beobachterin leicht verletzt worden. Die Ehrenamtliche sei am Samstag von Polizisten zu Boden gedrückt worden, teilte das Evangelische Dekanat Vogelsberg am Dienstag in Alsfeld mit. Als die Frau sich als kirchliche Beobachterin zu erkennen gegeben habe, hätten die Beamten von ihr abgelassen.

Neben Schmerzen habe die Beobachterin den Verlust ihrer Brille beklagt, die bei der Polizeiaktion zu Bruch gegangen sei. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Marburg habe die Verletzungen dokumentiert. Die Polizei habe den Vorfall mit der "dynamischen Einsatzsituation" erklärt, teilte das Dekanat mit.

Die Polizei bestätigte unterdessen, dass die verletzte kirchliche Beobachterin eine Anzeige gegen die beteiligten Beamten gestellt habe. Weitergehende Erkenntnisse habe man dazu jedoch nicht.

Die Ehrenamtlichen der evangelischen Kirche sollen von den Geschehnissen im Dannenröder Forst berichten, als Ansprechpartner für alle Parteien zur Verfügung stehen und deeskalierend wirken. Am Samstag war auch eine Aktivistin verletzt worden, die mehrere Meter über dem Boden auf einer Euro-Palette gesessen und abgestürzt war.

Durch den Dannenröder Forst bei Stadtallendorf soll ein Teilstück der zu bauenden Autobahn 49 laufen. Dafür sollen 85 Hektar des rund 1.000 Hektar umfassenden Waldes gerodet werden. Er gilt als ökologisch wertvoll. Die Trasse führt außerdem durch ein Wasserschutzgebiet.

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