Animationsfilm klärt über Vorurteile auf

Unbewusste Vorurteile im Animationsfilm beleuchtet

© Studienzentrum der EKD für Genderfragen

Der Animationsfilm "Unconscious Bias" des Studienzentrums der EKD für Genderfragen informiert über unbewusste Vorurteile.

Animationsfilm klärt über Vorurteile auf
Das Studienzentrum der EKD für Genderfragen hat ein Projekt entwickelt, das auf Sensibilisierung setzt und alle ansprechen soll, die an Auswahlprozessen beteiligt sind, mit oder ohne Kenntnisse in Personalauswahlfragen.

Mit dem Animationsfilm "Unbewusste Begleitung" erklärt die Einrichtung leicht verständlich die Entstehung und Wirkung unbewusster Vorurteile und ermutigt dazu, die eigene Bewertung kritisch zu reflektieren, um ihnen entgegenzuwirken. 

Unbewusste Vorurteile haben alle Menschen – verantwortlich dafür ist der so genannte "Unconscious Bias": ein unbewusster Prozess im Gehirn, der auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen Vorannahmen erzeugt. "Solche Annahmen über eine unbekannte Person können auf zugeschriebenen Geschlechterrollen beruhen, sich auf den Körperbau, das Alter, das Aussehen, die Stimmlage und vieles mehr beziehen. Über die Befähigung für eine bestimmte Position sagen diese Aspekte meist nichts aus", erläutert Dr. Antje Buche, Projektleiterin im Studienzentrum für Genderfragen. "Um bei der Besetzung einer Leitungsposition die am besten geeignete Person auszuwählen, ist es allerdings Voraussetzung, allen Kandidat:innen möglichst vorurteilsfrei zu begegnen."

Animationsfilm "Unbewusste Begleitung"

Der knapp drei-minütige Animationsfilm "Unbewusste Begleitung" soll insbesondere im Vorfeld von Wahlsynoden gezeigt werden und steht ab sofort auf der Projektwebsite zur Verfügung. Außerdem dort zum Anschauen: ein Informationsvideo, in dem Expert:innen aus verschiedenen Bereichen der evangelischen Kirche mehr zum Projekthintergrund berichten.

Das Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie wurde am 7. April 2014 eröffnet. Es hat die Aufgabe, Diskurse rund um Geschlechterverhältnisse zu verfolgen und für die kirchliche Praxis auszuwerten. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die Kirche von den aktuellen Forschungsergebnissen profitieren kann.

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