Missbrauchsvorwürfe in Lüdenscheid: Weitere Opfer gemeldet

Missbrauchsvorwürfe in Lüdenscheid: Weitere Opfer gemeldet

Im Fall des mutmaßlichen Missbrauchs in einer Jugendgruppe im Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg sind weitere Opfer bekanntgeworden. Bislang hätten sich rund 20 Männer gemeldet und Beschuldigungen gegen den ehrenamtlichen Mitarbeiter erhoben, teilte der Kirchenkreis am Freitag mit. Die Aussagen würden die Zeit der 80er Jahre bis zum Jahr 2009 betreffe. "Wir müssen aber davon ausgehen, dass es noch mehr Opfer gibt und die Taten des Beschuldigten auch nach 2009 weitergingen", erklärte die Landeskirchliche Beauftragte der westfälischen Kirche für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung, Daniela Fricke.

Fricke bezeichnete die Dimension des Falles mit "mehr als 20 Betroffenen und einem Tatumfang von vermutlich weit über 30 Jahre" als erschreckend. Im August wurden Anschuldigen des Missbrauchs gegen einen ehrenamtlichen Mitarbeiter öffentlich, der in einer Jugendgruppe der evangelischen Kirchengemeinde Brügge und zuvor im CVJM Lüdenscheid-West tätig war. Der angeschuldigte Mann beging Suizid. Zuvor war der Mann von allen ehrenamtlichen Tätigkeiten entbunden und ihm ein Hausverbot erteilt worden.

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