Kommunen pochen auf Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland

Kommunen pochen auf Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland

Der Städte- und Gemeindebund hat nach einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die rasche Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland gefordert. Es gehe um "ein Signal als Akt der Humanität", sagte Vizepräsident Christoph Landscheidt (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). An der Videokonferenz zum Thema Flüchtlinge nahmen laut Bundeskanzleramt unter anderem Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Bürgermeister und Landräte teil.

"Wir wissen, dass die Aufnahme einiger weniger besonders betroffener Flüchtlinge, insbesondere unbegleiteter Kinder und Jugendlicher, Kranker oder Verletzter, letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist und das europäische Migrationsproblem nicht löst", betonte Landscheidt, der auch Bürgermeister von Kamp-Lintfort ist. Dennoch solle der Bund in seiner Zuständigkeit und in Abstimmung mit den Ländern sowie aufnahmebereiten Städten und Gemeinden ein solches Signal "möglichst zeitnah ermöglichen".

"Die Bilder aus Moria lassen niemanden kalt", erklärte der Kommunalpolitiker. Die Städte und Gemeinden hätten sich stets zu ihrer Verantwortung bekannt, Menschen in Not zu helfen. "Niemand will die Flüchtlings- oder die Migrationspolitik regionalisieren oder kommunalisieren", sagte Landscheidt den Funke-Zeitungen.

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