Hilfsorganisation mahnt Schutz von Kindern in Sahelzone an

Hilfsorganisation mahnt Schutz von Kindern in Sahelzone an

Vor der Geberkonferenz für die Sahelzone fordert die Kinderhilfsorganisation Save the Children die Weltgemeinschaft zum besseren Schutz der Mädchen und Jungen in der Konfliktregion auf. Kinder in Burkina Faso, Mali und Niger seien noch immer tagtäglich dem Risiko von Entführungen, Tötungen, Verstümmelungen und Rekrutierungen durch bewaffnete Gruppen ausgesetzt, erklärte die Organisation am Montag in Dakar. Wegen der Corona-Pandemie könnten nun zudem Millionen von Kindern nicht mehr die Schule besuchen.

Die Mädchen und Jungen, die aufgrund von Konflikten, jüngsten Naturkatastrophen oder Corona nicht in die Schule könnten, seien stärker gefährdet, Opfer von Gewalt und Ausbeutung zu werden, betonte Save the Children. Fast 4.000 Schulen in der Region seien Berichten zufolge allein deshalb geschlossen worden, weil in der Nähe gekämpft wurde, aus Furcht vor Angriffen oder weil sie von bewaffneten Gruppen besetzt wurden. Die Pandemie habe die Lage weiter verschärft.

Die Regierungen der Region und die internationale Gemeinschaft müssten den Schutz der Kinder und die Bildung in den Mittelpunkt ihrer Unterstützung für die Sahelzone stellen, forderte die Hilfsorganisation. Derzeit bräuchten schätzungsweise 2,3 Millionen Kinder dringend Schutz, fast doppelt so viele wie noch 2019.

Am Dienstag findet eine virtuelle Geberkonferenz zur humanitären Krise in der zentralen Sahelzone statt. Gastgeber sind Deutschland, Dänemark, die EU und das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha).

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