Evangelische Jugend will gegen "Catcalling" vorgehen

Verbale belästigung auf der Straße

©Getty Images/CribbVisuals

Belästigung auf der Straße, das sogenannte "Catcalling" (Katzenrufe), ist kein Kavliersdelikt. Die Evangelische Jugend fordert, besonders junge Leute auch für verbale Belästigung zu sensibilisieren.

Evangelische Jugend will gegen "Catcalling" vorgehen
Die Evangelische Jugend in Bayern fordert mehr Einsatz gegen sexuelle Belästigung auf der Straße, das sogenannte "Catcalling" (Katzenrufe).

Die Vollversammlung des Jugendverbands hat nun beschlossen, es müsse ein "klares Bewusstsein" dafür geschaffen werden, "dass 'Catcalling' kein Kavaliersdelikt, kein Kompliment und keine Seltenheit ist", teilte der Verband mit. Solches Verhalten wolle man nicht akzeptieren "und aus unserer Gesellschaft zu verbannen".

In der Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt müssten junge Leute auch für verbale Belästigung sensibilisiert werden und über deren Grenzen diskutiert werden, heißt es in dem Beschluss der Evangelischen Jugend Bayern. Unter den Begriff "Catcalling" fällt jegliche sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum. Dazu gehören unerwünschte Gesten, Kommentare oder Hinterherpfeifen. Zumeist werden Frauen von Männern belästigt. In jüngster Zeit sind mehrere Initiativen entstanden, die dazu aufrufen, dass solche Übergriffe strafbar und Bußgelder verhängt werden.

Meldungen

Top Meldung
Kerze am Sterbebett eines Bewohners im Hospiz "St. Hildegard" in Bochum.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, bleibt bei seiner Ablehnung von Suizidassistenz in kirchlichen Einrichtungen. Er entnehme dem fünften Gebot "Du sollst nicht töten" einen klaren Auftrag, sich für den Schutz des Lebens einzusetzen.