Friedensverband warnt vor gesellschaftlicher Polarisierung

Friedensverband warnt vor gesellschaftlicher Polarisierung

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) warnt vor einer wachsenden gesellschaftlichen Kluft als Folge der Corona-Krise. Eine zunehmende Polarisierung in Deutschland werde wie in anderen Ländern dazu führen, dass die Möglichkeiten eines gesellschaftlichen Diskurses und einer konstruktiven Konfliktbearbeitung in persönlichen Begegnungen erschwert würden, heißt es in einer Samstag in Bonn veröffentlichten Resolution des Friedensverbandes. Ebenso nehme rechtsradikale Gewalt weiter zu, zudem sei der Einfluss rechtspopulistischer Kreise unverändert groß.

Die Auswirkungen der Pandemie treffe weltweit alle, aber nicht in gleichem Maße, heißt es in der nach einer AGDF-Mitgliederversammlung in Nürnberg veröffentlichten Resolution. Wer in einem Land lebe, das Finanzreserven habe, dessen öffentliches Sozial- und Gesundheitswesen funktioniere und in dem Meinungs- und Pressefreiheit herrsche, erlebe trotz vielseitiger Einschränkungen eine institutionelle Ordnung und Schutz. Dies gelte vor allem für Bürgerinnen und Bürger mit gesichertem Einkommen und Aufenthalt. Für Menschen mit geringer Chance auf Arbeit, sozialen Aufstieg oder mit fehlender Bleibeperspektive verschärften sich jedoch vorhandene Benachteiligungen.

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