Pfarrerin Beatrix Spreng erhält Brandenburger Freiheitspreis

Beatrix Spreng

© Beatrix Spreng

Beatrix Spreng erhält für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit den Brandenburger Freiheitspreis 2020.

Pfarrerin Beatrix Spreng erhält Brandenburger Freiheitspreis
Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gewürdigt
Der Brandenburger Freiheitspreis 2020 geht an Pfarrerin Beatrix Spreng aus Joachimsthal. Die evangelische Theologin engagiere sich seit mehr als 25 Jahren erfolgreich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, so der Kurator des Domstifts Brandenburg, Cord-Georg Hasselmann, am Freitag in Brandenburg an der Havel und Berlin zur Begründung.

Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung des Domstifts soll am 11. Oktober bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg überreicht werden. Der Brandenburger Freiheitspreis wird seit 2016 alle zwei Jahre vergeben und ist in diesem Jahr dem Thema "Demokratie leben - gegen den Populismus" gewidmet. Laudatorin ist den Angaben zufolge Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten und Schirmherrin der Auszeichnung.

 

Als Beatrix Spreng vor 26 Jahren als Pfarrerin die evangelische Gemeinde Joachimsthal übernahm, habe es im Ort immer wieder Probleme durch rechtsextreme Übergriffe gegeben, hieß es. Um Kinder und Jugendliche vor dem Abdriften in die rechte Szene zu bewahren, habe die Theologin mehrere Gruppen ins Leben gerufen, anfangs gegen erheblichen Widerstand. Vor allem das vielfach ausgezeichnete Projekt "BAFF - Bands auf festen Füßen" sei weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekanntgeworden.

"Die Grundlagen unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung werden immer unverhohlener durch populistische Bewegungen, überwiegend von rechts, infrage gestellt", betonte Hasselmann. Pfarrerin Beatrix Spreng habe vor diesem Hintergrund inzwischen mehr als ein Vierteljahrhundert lang vorbildlich gezeigt, wie wehrhafte Demokratie aussehen könne.

Der Brandenburger Freiheitspreis wird am Sonntag, dem 11. Oktober, um 17 Uhr bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg überreicht.

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