Schüler-Aktionstag für Afrika leidet unter Corona-Krise

Schüler-Aktionstag für Afrika leidet unter Corona-Krise

Die Verantwortlichen für den bundesweiten Schüler-Aktionstag zugunsten von Gleichaltrigen in Afrika rechnen für 2020 mit einem starken Einbruch der Erlöse. Trotz der Corona-Pandemie hätten sich immerhin noch 130 Schulen in ganz Deutschland für eine Teilnahme an der Kampagne angemeldet, teilte der in Mainz ansässige Verein "Aktion Tagwerk" am Dienstag mit. Der ursprünglich für Juni geplante Aktionstag war wegen der Corona-Krise auf den 22. September verschoben worden. "Die Pandemie hat die reguläre Kampagne unmöglich gemacht", erklärte Ewald Dietrich vom Vorstand des Vereins.

Bei dem Aktionstag, der 2003 erstmals in Rheinland-Pfalz stattfand und später in die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet wurde, übernehmen Schülerinnen und Schüler einen Tag lang Gelegenheitsarbeiten und spenden den Verdienst zugunsten von Hilfsprojekten für Kinder und Jugendliche in Afrika. In den vergangenen Jahren kamen dabei jeweils Erlöse von weit mehr als einer Million Euro zusammen. In diesem Jahr stünden viele potenzielle Arbeitgeber etwa in der Gastronomie vor existenziellen Problemen, sagte Dietrich: "Was noch gut funktioniert, sind Spendenläufe."

Aber auch Schulen seien nicht mehr so offen für eine Teilnahme an der Kampagne. Und von vielen der rund 500 Schulen, die sich noch Anfang des Jahres angemeldet hatten, gebe es seit dem Frühjahr keine Rückmeldung mehr. Die von der "Aktion Tagwerk" maßgeblich geförderte Kinder-Hilfsorganisation "Human Help Network" verliere ohne Aktionstag die Hälfte ihres Jahresbudgets, wolle aber 2020 alle versprochenen Fördergelder auszahlen. Für das kommende Jahr werde es aber sehr schwer, alle Projekte weiter zu unterstützen.

Das Organisationsteam schätzte den diesjährigen Erlös auf eine sechsstellige Summe. Eine genauere Schätzung sei aufgrund fehlender Erfahrungen in diesem Kampagnenjahr nicht möglich, hieß es.

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