Ostdeutsche Umwelt hat sich erholt

Ostdeutsche Umwelt hat sich erholt

30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Ostdeutschland nach Analysen des Umweltbundesamtes (UBA) wieder durch intakte Ökosysteme gekennzeichnet. In ehemals ökologisch tote Flüsse sei Leben zurückgekehrt, die vor 30 Jahren in manchen Regionen beißende Luft liege heute wieder fast überall unter den geltenden Grenzwerten, sagte Umweltbundesamt-Präsident Dirk Messner am Montag. Auf das in 30 Jahren Erreichte könne das Land stolz sein.

Nach der Wende zur Marktwirtschaft stünden nun aber erneut anspruchsvolle Veränderungsprozesse an, um Klima- und Umweltwandel so weit wie möglich abzumildern. Als Beispiele nannte Messner die Stichworte Energiewende, Mobilitätswende, nachhaltigere Städte, zukunftstaugliche Landwirtschaft und zirkuläres Wirtschaften.

Die Luftqualität war zur Wende wegen der Braunkohlekraftwerke sowie Kohleheizungen sehr schlecht. Im Raum Leipzig/Halle seien in den 80er Jahren Schwefeldioxid-Konzentrationen von über 400 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen worden, viermal so viel wie im Ruhrgebiet. Heute lägen die höchsten Werte um zehn Mikrogramm. Jetzt seien aber die Stickstoffdioxid-Belastung sowie der Feinstaub in Ballungsgebieten ein Problem.

Die ostdeutschen Flüsse hätten vor 1990 zu den am stärksten mit Abwässern belasteten Gewässern Europas gehört. Seither sank laut Umweltbundesamt die Belastung mit Schwermetallen wie Quecksilber und anderen Chemikalien in größeren ostdeutschen Flüssen um 95 Prozent. Jedoch erreichten aktuell nur sieben Prozent der Fließgewässer in Deutschland einen guten ökologischen Zustand gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Meldungen

Top Meldung
Mit den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind weitreichende Einschränkungen verbunden. Gottesdienste bleiben aber möglich. Die Kirchen in Niedersachsen und Bremen begrüßen das und feilen an ihren Hygienekonzepten.